Beruf & Einkommen: Verlässlicher Schutz für Dein Gehalt

Deine Arbeitskraft ist dein wertvollstes wirtschaftliches Gut, denn dein monatliches Einkommen finanziert dein gesamtes Leben, deine Familie und deine Zukunftspläne. Ein schwerer Unfall oder eine langwierige Krankheit können diese Existenzgrundlage von heute auf morgen gefährden. Mit einer passgenauen Einkommensabsicherung schützt du dich vor existenziellen Gehaltseinbußen. Versicherungsfox.de unterstützt dich dabei, die Unterschiede zwischen den Absicherungsformen zu verstehen und den idealen Schutz zu wählen.

Einkommensabsicherung: Welche Versicherungen schützen die Arbeitskraft?

Deine Arbeitskraft ist dein wertvollstes Kapital, und ein plötzlicher Ausfall kann gravierende finanzielle Folgen haben....

Einkommensabsicherung für Selbstständige: Welche Bausteine sind wichtig?

Als Selbstständiger trägst du die volle Verantwortung für dein Einkommen und deine finanzielle Zukunft. Ein...

Erwerbsminderungsrente: Voraussetzungen und Leistungen erklärt

Wenn deine Arbeitskraft aus gesundheitlichen Gründen eingeschränkt ist, eröffnen sich Fragen rund um die Erwerbsminderungsrente....

Krankentagegeld oder BU: Welche Versicherung zahlt wann?

Wenn deine Arbeitskraft durch Krankheit oder Unfall eingeschränkt wird, fragst du dich zurecht: Wer zahlt...

Dread-Disease-Versicherung: Wie funktioniert die Absicherung schwerer Krankheiten?

Eine Dread-Disease-Versicherung bietet dir eine finanzielle Absicherung, wenn du an einer schweren, namentlich definierten Krankheit...

Grundfähigkeitsversicherung: Wann kann sie eine Alternative zur BU sein?

Du fragst dich, wann eine Grundfähigkeitsversicherung eine sinnvolle Alternative zur klassischen Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) darstellt und...

Erwerbsunfähigkeitsversicherung: Wie unterscheidet sie sich von der BU?

Du stehst vor der wichtigen Entscheidung, deine finanzielle Zukunft abzusichern, falls du deinen Beruf nicht...

Dienstunfähigkeitsversicherung: Wie können sich Beamte absichern?

Als Beamter stehst du im öffentlichen Dienst und trägst eine besondere Verantwortung. Doch was passiert,...

Schüler-BU: Ab welchem Alter kann sie sinnvoll sein?

Wenn du dich fragst, ab welchem Alter eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) für dein Kind sinnvoll ist,...

BU für Studenten: Wann lohnt sich ein früher Abschluss?

Du stehst am Anfang deines Berufslebens und fragst dich, ob der Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung (BU)...

Berufsunfähigkeitsversicherung für Handwerker: Warum ist sie oft teuer?

Als Handwerker bist du körperlich stark gefordert, und deine Arbeitskraft ist dein wichtigstes Kapital. Eine...

BU für Selbstständige: Worauf kommt es an?

Als Selbstständiger bist du dein eigener Arbeitgeber und das Rückgrat deines Unternehmens. Doch was passiert,...

BU abgelehnt: Warum Versicherer Leistungen verweigern können

Wenn deine Berufsunfähigkeitsrente (BU-Rente) abgelehnt wird, stehst du vor einer enttäuschenden und potenziell existenzbedrohenden Situation....

BU-Leistungsantrag: Wie läuft die Leistungsprüfung ab?

Wenn du als Versicherungsnehmer eine Berufsunfähigkeitsrente (BU-Rente) beantragst, steht dir eine gründliche Leistungsprüfung durch den...

BU kündigen oder beitragsfrei stellen: Welche Folgen hat das?

Wenn du überlegst, deine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) zu kündigen oder beitragsfrei zu stellen, musst du die...

Berufswechsel: Was passiert mit der bestehenden BU?

Wenn du über einen Berufswechsel nachdenkst, fragst du dich wahrscheinlich, was mit deiner bestehenden Berufsunfähigkeitsversicherung...

AU-Klausel: Wann zahlt die BU bereits bei längerer Arbeitsunfähigkeit?

Die Frage, wann deine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) bereits bei längerer Arbeitsunfähigkeit leistet, hängt entscheidend von den...

Dynamik bei der BU: Wie schützt sie vor Kaufkraftverlust?

Die Dynamik bei einer Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) ist Dein entscheidendes Werkzeug, um Dich nachhaltig vor dem...

Abstrakte Verweisung: Warum sollte ein guter BU-Tarif darauf verzichten?

Wenn du eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) abschließt, fragst du dich vielleicht, was genau in den Versicherungsbedingungen...

Nachversicherungsgarantie: Wann lässt sich die BU-Rente erhöhen?

Du fragst dich, unter welchen Umständen du deine Berufsunfähigkeitsrente nachträglich erhöhen kannst? Die Nachversicherungsgarantie bietet...

Anonyme Risikovoranfrage bei der BU: Wann ist sie sinnvoll?

Wenn du vor der Entscheidung stehst, eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) abzuschließen und Bedenken hinsichtlich deiner Gesundheit...

BU trotz Vorerkrankungen: Welche Möglichkeiten gibt es?

Du fragst dich, ob eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) trotz bestehender Vorerkrankungen überhaupt möglich ist und welche...

Gesundheitsprüfung bei der BU: Welche Angaben sind wichtig?

Wenn du eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) abschließen möchtest, spielt die Gesundheitsprüfung eine zentrale Rolle. Wahrheitsgemäße und...

Wie hoch sollte die Berufsunfähigkeitsrente sein?

Deine Berufsunfähigkeitsrente sollte so kalkuliert sein, dass sie deinen Lebensstandard im Falle einer Arbeitsunfähigkeit weitgehend...

Was kostet eine Berufsunfähigkeitsversicherung?

Die Kosten einer Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) hängen von vielen individuellen Faktoren ab und sind daher nicht...

Berufsunfähigkeitsversicherung: Wann zahlt sie und wie funktioniert sie?

Deine finanzielle Sicherheit im Falle eines unvorhergesehenen Ereignisses, das dich an der Ausübung deines Berufs...

Bis zu welchem Alter sollte die BU laufen?

Die Entscheidung, bis zu welchem Alter deine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) laufen sollte, ist fundamental für deine...

Warum die Absicherung deiner Arbeitskraft existenziell ist

Kaum jemand macht sich im Berufsalltag bewusst, welche immensen Summen die eigene Arbeitskraft über die Jahrzehnte erwirtschaftet. Wer beispielsweise über ein Berufsleben von 40 Jahren durchschnittlich 3.000 Euro netto im Monat verdient, setzt insgesamt über 1,4 Millionen Euro an Lebensarbeitszeit um. Geht diese Einkommensquelle durch eine dauerhafte Erkrankung verloren, bricht das gesamte finanzielle Fundament zusammen.

Statistisch gesehen wird in Deutschland jeder vierte Erwerbstätige im Laufe seines Arbeitslebens mindestens einmal berufsunfähig. Entgegen weit verbreiteten Annahmen sind schwere Arbeitsunfälle nur für einen Bruchteil aller Fälle verantwortlich. Die Hauptursachen für ein vorzeitiges Ausscheiden aus dem Erwerbsleben sind heute psychische Erkrankungen wie Depressionen oder Burnout, gefolgt von Erkrankungen des Bewegungsapparats (Wirbelsäule und Gelenke), Krebserkrankungen sowie Herz-Kreislauf-Problemen. Diese Risiken treffen Schreibtischtäter im Büro gleichermaßen wie handwerklich Tätige.

Die gesetzliche Absicherung über die gesetzliche Rentenversicherung bietet im Ernstfall nur einen minimalen Basisschutz in Form der Erwerbsminderungsrente. Diese zahlt jedoch erst dann, wenn du in keinem denkbaren Beruf auf dem gesamten Arbeitsmarkt mehr als drei beziehungsweise sechs Stunden täglich arbeiten kannst. Die volle Erwerbsminderungsrente beträgt im Schnitt kaum mehr als rund 35 Prozent des letzten Bruttoeinkommens – eine Lücke, die ohne private Eigeninitiative fast unweigerlich in die Altersarmut führt.

Die verschiedenen Formen der Einkommensabsicherung

Der Markt bietet unterschiedliche Konzepte, um das eigene Einkommen abzusichern. Je nach Gesundheitszustand, Berufsbild und persönlichem Budget lässt sich der passende Baustein auswählen.

Berufsunfähigkeitsversicherung (BU): Der unangefochtene Goldstandard

Die Berufsunfähigkeitsversicherung gilt unter Verbraucherschützern als die wichtigste Absicherung für alle Erwerbstätigen überhaupt. Sie greift, wenn du deinen zuletzt konkret ausgeübten Beruf infolge von Krankheit, Körperverletzung oder mehr als altersentsprechendem Kräfteverfall für voraussichtlich mindestens sechs Monate zu mindestens 50 Prozent nicht mehr ausüben kannst. Die BU zahlt dir in diesem Fall die vereinbarte monatliche Rente verlässlich aus. Sie prüft nicht, ob du theoretisch noch in einem anderen, schlechter bezahlten Beruf arbeiten könntest, sondern stellt ausschließlich auf deine tatsächliche, gewohnte Tätigkeit ab.

Erwerbsunfähigkeitsversicherung: Der preiswerte Basisschutz

Die private Erwerbsunfähigkeitsversicherung leistet, wenn du aus gesundheitlichen Gründen überhaupt keiner geregelten Arbeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt mehr für mindestens drei Stunden pro Tag nachgehen kannst – ganz gleich, in welchem Beruf. Sie orientiert sich somit an den strengen Kriterien der gesetzlichen Erwerbsminderungsrente, zahlt im Leistungsfall aber die privat vereinbarte Rente aus. Sie eignet sich besonders für Personen in körperlich fordernden Handwerksberufen oder Menschen mit Vorerkrankungen, für die eine klassische BU finanziell oder gesundheitlich nicht darstellbar ist.

Grundfähigkeitsversicherung: Schutz für motorische und sensorische Fähigkeiten

Die Grundfähigkeitsversicherung knüpft ihre Leistung nicht an einen bestimmten Beruf, sondern an den Verlust definierter elementarer Fähigkeiten wie Gehen, Stehen, Treppensteigen, Sehen, Hören, Sprechen, Greifen oder das Heben von Gegenständen. Verlierst du durch einen Unfall oder eine Krankheit dauerhaft eine dieser Fähigkeiten (oft für mindestens sechs bis zwölf Monate), wird die vereinbarte monatliche Rente ausgezahlt – völlig unabhängig davon, ob du in deinem Beruf weiterarbeiten kannst. Moderne Policen schließen auch geistige Fähigkeiten wie Konzentration und den Erhalt des Führerscheins mit ein.

Dread-Disease-Versicherung: Schwere-Krankheiten-Vorsorge

Die Dread-Disease-Versicherung zahlt im Fall der ärztlichen Diagnose einer schweren Erkrankung (wie Herzinfarkt, Schlaganfall, Krebs, Multiple Sklerose oder Nierenversagen) eine vertraglich vereinbarte, hohe Einmalsumme in bar aus. Dieses Kapital verschafft sofortige Liquidität, um die besten medizinischen Spezialtherapien zu bezahlen, laufende Immobilienkredite abzulösen oder Erholungsphasen ohne finanziellen Druck zu finanzieren.

Vergleich der Absicherungsmodelle im Überblick

Die folgende Tabelle stellt die wichtigsten Unterschiede, Leistungsauslöser und Zielgruppen der verschiedenen Einkommensschutz-Modelle übersichtlich gegenüber.

Versicherungsart Leistungsauslöser Leistungsform Geeignete Zielgruppe
Berufsunfähigkeit (BU) 50 % Berufsunfähigkeit im zuletzt ausgeübten Beruf Monatliche Rente bis zum Renteneintritt Angestellte, Selbstständige, Beamte, Akademiker, Auszubildende
Erwerbsunfähigkeit (EU) Keine Erwerbstätigkeit über 3 Stunden täglich möglich Monatliche Rente Handwerker, körperlich Tätige, budgetbewusste Erwerbstätige
Grundfähigkeitsversicherung Verlust konkreter Grundfähigkeiten (z. B. Gehen, Greifen) Monatliche Rente Handwerker, Berufe mit körperlicher Belastung, Chauffeure
Dread-Disease-Schutz Diagnose einer schweren, definierten Krankheit Einmalige Kapitalauszahlung Hauptverdiener, Kreditnehmer, Selbstständige zur Kreditsicherung

Worauf du bei einer Berufsunfähigkeitsversicherung achten musst

Die Bedingungen in den Tarifwerken unterscheiden mittelmäßige Policen von echten Hochleistungstarifen. Achte bei der Auswahl auf Versicherungsfox.de darauf, dass die folgenden Kriterien vertraglich fest verankert sind:

Verzicht auf abstrakte Verweisung

Dies ist die wichtigste Klausel überhaupt: Ein kundenfreundlicher Tarif muss zwingend auf die sogenannte abstrakte Verweisung verzichten. Das bedeutet: Wenn du deinen erlernten und ausgeübten Beruf nicht mehr ausüben kannst, darf die Versicherung dich nicht darauf verweisen, dass du theoretisch noch in einem anderen Beruf (beispielsweise als Pförtner oder Telefonist) arbeiten könntest. Kannst du deine bisherige Arbeit nicht mehr verrichten, muss der Vertrag leisten.

Leistung ab sechs Monaten (Prognosezeitraum)

Alte Policen verlangten oft eine Prognose, dass die Berufsunfähigkeit voraussichtlich drei Jahre oder lebenslang anhalten wird – eine Vorhersage, die Ärzte selten verbindlich treffen können. Zeitgemäße Bedingungen leisten bereits dann, wenn du für voraussichtlich sechs Monate ununterbrochen berufsunfähig bist, oder wenn der Zustand bereits sechs Monate angedauert hat (rückwirkende Leistung).

Umfassende Nachversicherungsgarantien

Dein Leben und dein Gehalt entwickeln sich weiter. Eine gute Police ermöglicht es dir, deine versicherte Rente bei bestimmten Lebensereignissen (wie Heirat, Geburt eines Kindes, Immobilienkauf, Gehaltssprung oder Aufnahme einer Selbstständigkeit) ohne erneute Gesundheitsprüfung und ohne Risikozuschläge nach oben anzupassen.

Garantierte Rentensteigerung im Leistungsfall

Durch die allgemeine Inflation verliert eine fest vereinbarte monatliche Rente über viele Jahre hinweg massiv an Kaufkraft. Um diesen realen Verlust auszugleichen, solltest du eine garantierte Rentensteigerung (Leistungsdynamik) von ein bis drei Prozent pro Jahr vereinbaren, die deine Rente im Leistungsfall kontinuierlich ansteigen lässt.

Dienstunfähigkeitsklausel für Beamte

Bist du Beamter oder planst eine Beamtenlaufbahn (beispielsweise als Lehrer, Polizist oder in der Verwaltung), genügt eine normale BU-Klausel nicht immer. Du benötigst eine echte Dienstunfähigkeitsklausel (DU-Klausel). Diese stellt sicher, dass die Entlassung oder Versetzung in den Ruhestand wegen allgemeiner Dienstunfähigkeit durch den Dienstherrn automatisch als Nachweis für die private Berufsunfähigkeit anerkannt wird.

Die Gesundheitsprüfung: Die Basis für einen sicheren Vertrag

Vor dem Abschluss einer Berufsunfähigkeits- oder Grundfähigkeitspolice steht die Beantwortung detaillierter Gesundheitsfragen an. Fehler an dieser Stelle können dich im Leistungsfall den gesamten Versicherungsschutz kosten.

  • Vollständige Patientenakten anfordern: Verlasse dich niemals rein auf deine Erinnerung. Fordere vor Antragstellung deine Patientenakten bei deinem Hausarzt und deiner Krankenkasse (Patientenquittung) für die letzten fünf Jahre (ambulant) bzw. zehn Jahre (stationär) an.
  • Genaueste Angaben machen: Beantworte alle Fragen wahrheitsgemäß, präzise und vollständig. Verschweigst du absichtlich oder fahrlässig bestehende Vorerkrankungen wie Rückenschmerzen, Therapien oder Allergien, kann die Gesellschaft den Vertrag wegen vorvertraglicher Anzeigepflichtverletzung noch nach Jahren anfechten und Zahlungen verweigern.
  • Anonyme Risikovoranfragen nutzen: Liegen Vorerkrankungen vor, sollte vor dem offiziellen Antrag eine anonyme Risikovoranfrage über spezialisierte Berater gestellt werden. So lässt sich ohne Eintrag in die Hinweis- und Informationsplattform der Versicherungswirtschaft (HIS) vorab klären, welcher Anbieter dich zu den besten Konditionen ohne Ausschlüsse aufnimmt.

Schadensbeispiele aus der beruflichen Praxis

Die nachfolgenden Fälle veranschaulichen, wie schnell eine Berufsunfähigkeit eintreten kann und welche finanzielle Stütze die Police darstellt.

Fall 1: Die Angestellte im Marketing mit schwerem Burnout

Eine 34-jährige Marketingleiterin leidet infolge von dauerhafter Überlastung und familiären Verpflichtungen unter einer schweren Depression mit Panikattacken. Konzentriertes Arbeiten am Bildschirm und Leitungsaufgaben sind unmöglich. Nach sechs Monaten Krankschreibung bescheinigt ihr der Facharzt eine Berufsunfähigkeit von über 50 Prozent. Ihre Berufsunfähigkeitsversicherung überweist seitdem eine vereinbarte Monatsrente von 2.200 Euro. Dadurch kann sie ihre Miete weiterhin zahlen und sich ohne finanziellen Druck voll auf ihre psychotherapeutische Rehabilitation konzentrieren.

Fall 2: Der Handwerker mit schwerem Bandscheibenvorfall

Ein 42-jähriger Fliesenleger erleidet einen massiven doppelten Bandscheibenvorfall in der Lendenwirbelsäule. Nach Operation und Reha steht fest: Schweres Heben und dauerhaftes Knien sind medizinisch dauerhaft untersagt. Seine Grundfähigkeitsversicherung stellt den Verlust der Grundfähigkeit Heben und Bücken fest und zahlt eine monatliche Grundfähigkeitsrente von 1.800 Euro aus. Da er diese Rente unbegrenzt erhält, kann er ohne finanzielle Not eine Umschulung für eine Bürotätigkeit in der Bauleitung beginnen.

Fall 3: Der Software-Entwickler mit Sehverlust

Ein 29-jähriger Programmierer erleidet infolge einer Netzhautablösung auf einem Auge eine irreversible Minderung der Sehkraft auf unter 10 Prozent; das andere Auge ermüdet schnell. Die Arbeit mit komplexem Code am Monitor ist ihm nicht mehr zu mindestens 50 Prozent möglich. Seine BU-Versicherung verzichtet auf abstrakte Verweisung und zahlt die vereinbarte Rente von 2.500 Euro im Monat aus, während er sich neue berufliche Nischen im IT-Support erschließt.

Schritt für Schritt zu deiner passenden Absicherung

Mit der folgenden Schritt-für-Schritt-Anleitung konfigurierst du deinen Einkommensschutz systematisch über Versicherungsfox.de:

  1. Passende Absicherungsform wählen: Entscheide anhand deiner beruflichen Situation und deiner Gesundheit, ob eine vollwertige Berufsunfähigkeitsversicherung, eine Grundfähigkeitsversicherung oder ein Dread-Disease-Schutz die beste Lösung für dich darstellt.
  2. Rentenhöhe realistisch kalkulieren: Setze die monatliche Rente auf mindestens 60 bis 80 Prozent deines aktuellen Nettoeinkommens fest (Faustregel: Mindestens 1.500 bis 2.500 Euro im Monat), damit deine tatsächlichen Lebenshaltungskosten im Ernstfall lückenlos gedeckt sind.
  3. Laufzeit bis zum Regelrentenalter wählen: Achte darauf, dass der Versicherungsschutz und die Leistungsdauer bis zum 67. Lebensjahr vereinbart werden. Ein vorzeitiges Endalter (wie 60 oder 62 Jahre) reißt eine gefährliche Lücke zur Altersrente auf, da das Risiko berufsunfähig zu werden zwischen 60 und 67 am höchsten ist.
  4. Qualitätsklauseln absichern: Prüfe den Verzicht auf abstrakte Verweisung, den Prognosezeitraum von sechs Monaten, rückwirkende Zahlungen und garantierte Nachversicherungsrechte bei Lebensveränderungen.
  5. Gesundheitshistorie lückenlos aufarbeiten: Verschaffe dir mit Arztberichten und Krankenkassendaten absolute Klarheit über deine Diagnosen der letzten fünf Jahre, bevor du den Antrag ausfüllst.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Reicht die gesetzliche Erwerbsminderungsrente für meinen Schutz nicht aus?

Nein, die gesetzliche Erwerbsminderungsrente reicht keinesfalls aus. Sie prüft deinen bisherigen Lebensstandard, deine Ausbildung und deinen konkreten Beruf überhaupt nicht. Kannst du noch irgendeine einfache Tätigkeit auf dem Arbeitsmarkt für mindestens sechs Stunden täglich verrichten, erhältst du gar keine Rente. Kannst du zwischen drei und sechs Stunden arbeiten, gibt es lediglich die halbe Erwerbsminderungsrente (ca. 18 Prozent des letzten Bruttoeinkommens). Nur wer weniger als drei Stunden am Tag arbeitsfähig ist, erhält die volle Erwerbsminderungsrente, die im Durchschnitt bei lediglich etwa 1.000 Euro im Monat liegt.

Ab wann gilt man versicherungsrechtlich als berufsunfähig?

Nach den modernen Versicherungsbedingungen giltst du dann als berufsunfähig, wenn du infolge von Krankheit, Körperverletzung oder altersentsprechendem Kräfteverfall deinen zuletzt ausgeübten Beruf, so wie er ohne gesundheitliche Beeinträchtigung ausgestaltet war, für voraussichtlich mindestens sechs Monate zu mindestens 50 Prozent nicht mehr ausüben kannst. Die Feststellung erfolgt durch aussagekräftige ärztliche Atteste und Berichte über deinen tatsächlichen beruflichen Tagesablauf.

Wann ist der beste Zeitpunkt für den Abschluss einer BU-Versicherung?

Der beste Zeitpunkt ist so früh wie möglich – idealerweise bereits als Schüler, Auszubildender oder Student. In jungen Jahren ist der Gesundheitszustand meist frei von schwerwiegenden Vorerkrankungen, sodass Anträge ohne Risikozuschläge oder Leistungsausschlüsse angenommen werden. Zudem ist der Einstiegsbeitrag im jungen Alter dauerhaft deutlich günstiger, da das statistische Risiko über die Gesamtlaufzeit niedriger kalkuliert wird.

Was passiert, wenn ich nach Anerkennung der Berufsunfähigkeit wieder gesund werde?

Wird dein Gesundheitszustand nach einigen Jahren durch medizinischen Fortschritt oder erfolgreiche Reha wieder so stabil, dass du deinen Beruf wieder zu mehr als 50 Prozent ausüben kannst, endet die Rentenzahlung des Versicherers. Du musst jedoch bereits erhaltene Rentenzahlungen keinesfalls zurückzahlen. Der Versicherer führt in der Regel jährliche Nachprüfungen durch, um deinen Gesundheitszustand zu verifizieren.

Muss ich meinen neuen Beruf melden, wenn ich den Job wechsele?

Bei guten Verträgen gilt: Du wirst nach der Berufsgruppe eingestuft, die du bei Vertragsabschluss ausgeübt hast. Wechselst du später in einen risikoreicheren Beruf (beispielsweise vom Schreibtisch in den Handwerksbereich), musst du diesen Wechsel der Versicherung in der Regel nicht melden, und dein Beitrag bleibt unverändert günstig. Wechselst du hingegen in einen kaufmännischen oder risikoärmeren Beruf, lohnt sich eine Meldung, da dein monatlicher Beitrag dadurch oft herabgesetzt werden kann.

Was bedeutet die Beitragsbefreiung im Leistungsfall?

Sobald die Versicherung deine Berufsunfähigkeit anerkennt, zahlt sie dir nicht nur die vereinbarte Monatsrente aus, sondern stellt deinen Vertrag gleichzeitig vollständig beitragsfrei. Du musst ab diesem Zeitpunkt für die Dauer der Berufsunfähigkeit keine monatlichen Versicherungsbeiträge mehr bezahlen, der volle Versicherungsschutz bleibt jedoch uneingeschränkt aufrechterhalten.

Wie lange werden die Rentenleistungen ausgezahlt?

Die Berufsunfähigkeitsrente wird so lange gezahlt, wie die medizinische Berufsunfähigkeit fortbesteht – maximal jedoch bis zum im Vertrag vereinbarten Endalter. Aus diesem Grund ist es von entscheidender Bedeutung, das Endalter direkt bei Abschluss auf das 67. Lebensjahr (das gesetzliche Renteneintrittsalter) festzulegen, damit zwischen dem Auslaufen der BU-Rente und dem Beginn deiner regulären Altersrente keine ungedeckte Lücke entsteht.